op je hoede

Kurz und prägnant – analog zur stetigen Einsatzbereitschaft der Benutzer des Einsatzzentrums – die Entwurfsgedanken zum Wettbewerbsbeitrag.

Städtebau

— die Polizei -immer präsent- als eigene „Bundeseinheit“, in einem kubisch ausgeformten Baukörper direkt situiert an der Landesstraße
— Feuerwehr, Bergrettung und Arzt von der Straße zurückversetzt in einem flachen, Pavillon auf der grünen Wiese
— Parkflächen unmittelbar den jeweiligen Einheiten zugeordnet
— durchgehende Fuß- und Radverbindung von Nord nach Süd am Ostrand des Grundstückes
— großzügige (befahrbare) Grünflächen nach Osten als Puffer zum Wohngebiet
— ein Vorplatz mit Aufenthaltsqualitäten

Konstruktion und Material

Anstrebung einer „zweckorientierten Ästhetik“ , d.h. einer direkten und umittelbaren Anwendung der Baustoffe
— Materialien: robust und langlebig und somit nachhaltig. Stahlbeton für die Tragkonstruktion, (gedämmte) unverputzte Blähton- und Betonziegel als Wandfüllung, verzinktes Metall für Feuerwehr, Bergrettung und Polizei; glatter Kalkputz für die Räumlichkeiten des Arztes. Innentüren in Holz, Möbeleinbauten in Seekiefer-Sperrholz
— baulich-konstruktiver Sonnenschutz durch Vordächer bzw. sonnenabgewandte Raumorientierung
— Vorplatz und Fahrspuren asphaltiert; Stellplätze als befahrbare, begrünte Parkstreifen bzw. Betonpflaster; dazu Markierungen farblich kontrastierend.

Pragmatisch und Präzise – vielleicht perfekt? Für die Jury leider nicht…

vergeten koffers

Städtebau durch Verkehrsplanung

Eine Vielzahl an funktionalen Rahmenbedingungen bei gleichzeitig sehr beengten Raumverhältnissen, hat uns dazu veranlasst, die Strategie „Städtebau durch Verkehrsplanung“ zu verfolgen. Dazu optimierten wir in enger Zusammenarbeit mit einem Verkehrsplaner einige „kleinere“, aber in der Gesamtbetrachtung entscheidende Bereiche am Planungsareal, die letztendlich zum vorliegenden Projekt führten.

Passage durchs Gebäude

Entscheidend für die Platzierung der Gebäude schien uns die Entstehung eines neuen Zentrums am Areal. Wir verschoben dazu das Bahnhofsgebäude Richtung Süden – den Platz, der durch die Komprimierung des Busbahnhofs freigespielt wurde – und rückten die Betriebsleitstelle gleichzeitig von der Bahnhofshalle ab. Zwischen Bahnhofshalle und Bahnhofsgebäude legten wir das neue, eingeschossige Kundencenter, das nun direkt und über die volle Länge an die Bahnhofshalle angeschlossen ist. Das Kundencenter funktioniert dabei als eine Art Passage – eine innenliegende Fußgängerstraße – und bewirkt die innere und äußere Gliederung des Bahnhofskomplexes.

Doppelte Mitte

Auf mehreren Ebenen besitzt das Projekt eine doppelte Mitte. Stadträumlich betrachtet präsentiert sich das Bahnhofsgebäude als markanter, schwebender Riegel mit Uhr und verleihen dem Ort damit einen erkennbaren und angemessenen Ausdruck. Gleichzeitig entsteht auf Gebäudeebene durch die eingeschossige Kundenzone zwischen Bürotrakt und Bahnhofshalle eine klar definierte Eingangssituation.

Aus der Platzierung des Kundencenters ergeben sich zwei Vorplätze was die Janusköpfigkeit des Ortes unterstreicht. Nordseitig wird eine großzügige, offen gestaltete Fläche vorgeschlagen, die mit Baum, Brunnen, Sitzmöglichkeiten und E-Fahrradabstellplätzen zum Verweilen einlädt, während auf der Südseite im dichten Gefüge von Busbahnhof, Fahrradständern und Unterflurtrasse ein deutlich urbanes Erscheinungsbild herrscht.

balletje trappen

Ausgangssituation

Die derzeitige Situation ist geprägt von einer Vielzahl an bindenden funktionalen Notwendigkeiten. An diesem Durchzugsort, dominiert von Verkehr und Infrastruktur, nicht nur ein rein funktionales Gebäude sondern auch einen räumlich gefassten Platz schaffen zu wollen, bildet das oberste Ziel für das neue Football Zentrum am Tivoli.

Räumliche Einfügung

Die Grundidee dafür bildet ein großes Dach, unter dem sämtliche Funktionen ihren logischen Platz finden und das versucht, die Gefahr eines “kalten Rückens” zum Wiesenweg zu verhindern. Das Gebäude präsentiert sich als langgestreckter, schmaler Pavillon. Etwas widerspenstig – selbst fast wie ein Stück Infrastruktur – hat es in einem sehr beengten Gefüge seinen Platz eingenommen.

Für die Dachkonstruktion wurde bewusst eine mächtige und unverkennbare Struktur gewählt, um sich im rauen Umfeld von Autobahn und Zubringerverkehr behaupten zu können.