Projekte
Titel, Ort, Zeit, TypOrtTypZeitraumStatus

driebergen

P051_01_IMG_XL
EhrwaldGewerbe2022/04 -Örtliche Bauaufsicht

ZeitraumStatus

  • 2022/04 - Örtliche Bauaufsicht
  • 2022/04 - Begleitung der Bauausführung
  • 2021/12 Ausschreibung
  • 2021/12 Ausführungsplanung
  • 2021/11 Einreichplanung
  • 2021/07 Entwurfsplanung
  • 2021/05 Vorentwurf
  • 2021/03 Grundlagenanalyse

Titel Beschreibung

Ein belgischer Architekt, seit vielen Jahren berufstätig in Wien, gab zwei Freunden aus Tirol und Oberösterreich den Tipp, einen in Tirol lebenden niederländischen Architekten für die Planung eines kleinen Appartementhauses im Außerfern zu kontaktieren. Später stellte sich dann noch heraus, dass die drei Auftraggeberinnen britische Wurzeln hatten. Das konnte ja heiter werden…

In Mai 2021 besuchte ich zum ersten Mal den Bauplatz. Aufgrund von Straßenbauarbeiten zwischen Biberwier und Ehrwald, wurde ich über die Gemeinde Lermoos nach Ehrwald geleitet. Während in Lermoos die Ortsraumstruktur geprägt ist von vielen klischeehaften Tiroler Bettenburgen aus den 1970 und 1980er Jahren, die sich wettkämpferisch an der Durchfahrtsstraße aneinanderreihen, ist die Gemeinde Ehrwald vor dem Hintergrund des mächtigen Wettersteingebirges vergleichsweise sanft in die Landschaft eingebettet.Das Grundstück am Erlifeld wies einen Höhenunterschied von gut 3m auf, ansteigend von Ost nach West. Ruhig gelegen mit freier Sicht nach Süden, ein sehr schönes Baugrundstück.

Gewünscht waren vier Wohnungen in unterschiedlichen Größen inklusive Gemeinschaftsräumen. Knackpunkt für die erste Lösungsfindung war – wie so oft – die prekäre Parksituation. Durch die Geländetopografie bot sich ein teilweise in den Hang hineingeschobenes Parkgeschoss an. Die restlichen Plätze fanden kompakt aufgegliedert einen Platz an der Zufahrtstraße zum Grundstück.

Über die untere Ebene mit Abstellräumen und Wellnessbereich wurden zwei winkelförmige Geschosse aufeinandergelegt. Mal längs-, mal quergeteilt wurde für jede Wohnung ein eigener Grundriss konzipiert. Die beiden Wohnungen im obersten Geschoss bekamen zudem eine Galerie unter der Dachschräge.

Ein Flachdach wollte hier alle nicht. Nach mehreren Entwurfsversuchen kamen mir Aalto’s¹ „lenkende“ Dachlandschaften in den Sinn, und dann waren da „Zack, Zack, Zack“: Driebergen!

In der Materialisierung knüpften wir ebenso an bekannte, zeitlos-schlichte skandinavische Vorbilder an: Holz, Kalkputz, geschliffener Estrich, Beton und ein wenig Metall. Ein Gemeinschaftszimmer mit in Schweden hergestellten Tapeten des österreichischen Architekten Josef Frank, schafft abschließend die Verbindung zu den üppig gestalteten Innenräumen in der britischen Heimat der Auftraggeberinnen.

Titel Dokumentation